19. Juni

Letzte Stärkung vor dem Aufbruch

Letzte Stärkung vor dem Aufbruch

Nach dem Liegetag mit unserem neuen Skipper Achim machten sich die „Gasmänner“ Lutz und Volker auf den Weg, um neue Flaschen an Bord zu holen. Das Nachfüllen von Gas ist in Norwegen per Gesetz nur noch in Oslo erlaubt und der für Norwegen neu vorbereitete Adapter passte nicht auf die „Elf“-Flaschen. Bei „Statoil“-Stationen wurden wir schließlich fündig. Neben den zwei Grünen befinden sich jetzt noch mindestens vier leere graue Flaschen an Bord. Parallel dazu inspizierte Achim das Rigg und fand auch einen Mangel. Er stellte fest, dass am oberen Ende des Backstags einige Seelen des Seils gebrochen waren. Vermutlich wurde der obere Befestigungspunkt des Backstags beim Setzten des Mastes verbogen. Die nicht optimale Linie führte zu einem Brechen einiger Stahllitzen. Somit mussten wir bei unserem weiteren Törn die reduzierte Zugfestigkeit berücksichtigen. Unter Anleitung von Achim wurde das Achterstag vermessen und unterstützt von einer Skizze von Lutz ein Fax nach Hause gesendet. Der Nächste Skipper sollte ein neues Ersatzstag aus Deutschland mitbringen. Das gibt bestimmt Gesprächsstoff beim Zoll.

Mit dem Mittagessen, es gab eine Schüssel Garnelen an Deck des Steuerstandes, wurde Abschied von Bodø genommen. Frisch gestärkt konnte es dann an die Vorbereitungen zum Auslaufen gehen.

Wir brachte das Dingi zu Wasser und liefen mit seiner Hilfe gegen ½ 15 Uhr aus dem Hafen aus. Gesetzt wurden die Segel Groß, Fock 2 und Besan. Auf diesem Törn wurde zum ersten Mal das „Großsegel“ gesetzt und bei leichten Winden gen Norden gesegelt durch die Westfjorden nach Svolvær.

Volker

20. Juni 6

Gegen Mittag erreichten wir Svolvær. und waren damit in den Lofoten Die Wetteraussichten waren leider nicht so schön. Die Berge waren nur am Fuß sichtbar und versteckten sich früh hinter dunklen Wolken.

Hafeneinfahrt von Svolvær

Hafeneinfahrt von Svolvær

Versteinerter Troll in Svolvær

Versteinerter Troll in Svolvær

Wir suchten uns im Hafen einen schönen Platz zum Anlegen aus und wurden hinter einem Seenotrettungskreuzer fündig. Das Anlegen war wenig spektakulär, alles lief ruhig ab. Die größte Hürde (sprichwörtlich) war bei diesem Anleger der Höhenunterschied zwischen Boot und Kai. Es gab nur zwei Leitern, um den Kai zu erreichen und die mussten schnell erklommen werden, damit wir nicht auf das vor uns liegende Schiff aufliefen.

Seeadler auf Beutezug

Seeadler auf Beutezug

Da wir eine recht gemütliche Fahrt hatten und auch sonst wenig Erholungsbedarf bestand, ging es sogleich auf Erkundungstour. In unmittelbarer Nähe lag das Ausflugsboot „Tina“, das am Nachmittag den Trollfjord befuhr. Das Wetter hatte sich schon gebessert und so entschied sich ein Teil der Crew am Nachmittag auf dem Boot mitzufahren. Ein sehr gute Entscheidung, wie es sich am nächsten Tag zeigte.

Wohnen hier noch Trolle?

Wohnen hier noch Trolle?

Ein kleiner Köder biss nicht an.

Ein kleiner Köder biss nicht an.

Je näher wir dem Fjord kamen, um so besser wurde das Wetter. So hatten wir bei strahlenden Sonneschein eine wunderschönen Blick auf die Lofoten. Auf dem Weg zum Fjord konnten wir auch einen Seeadler beim „Fischen“ beobachten. Von einem anderen Ausflugsboot wurden Fische ins Wasser geworfen, die er sich unter großen Geschrei der Möwen holte.

Kurz darauf passierten wir den Eingang zum Trollfjord. Ein beeindruckender Anblick und man versteht, wie die damaligen Streitigkeiten zwischen den „Fischern“ und „Dampf-Fischern“ ihren traurigen Höhepunkt im Fjord fanden. Eine schmale Zufahrt und hoch aufragende Wände bilden einen Trichter zur Bucht. Der Fjord zieht das Auge regelrecht hinein.

Auf unserem Rückweg zur Anita versuchte auch unser Boot den Seeadler mit einem Leckerbissen zu ködern. Leider war er anscheinend bereits gesättigt und die „Mühen“, sich den Fisch zu holen, lohnten sich nicht für ihn.

Roger
Ferienwohnungen am Hafen von Svolvær

Ferienwohnungen am Hafen von Svolvær