27. Juni

Die Nacht war unruhig. Zwar lag die Anita still im Hafen, aber einige Segelkameraden hatten noch eine Flasche Rum entdeckt und damit den Tee veredelt. Das Mischungsverhältnis betrug „100:1“, wie unser Außenborder, nur im umgekehrten Verhältnis. Dementsprechend war die Lautstärke der Unterhaltung. Man bemühte sich, auch die Kameraden im Vorschiff an der Konversation teilhaben zulassen. Leichter Hafenkoller breitete sich aus, was sich in gelegentlichen spitzen Bemerkungen zeigte. Die Stimmung war aber ausgesucht gut.

Anita am privat Kai der Brauerei Mack

Anita am privat Kai der Brauerei Mack

Morgens „Freizeit“, die eigentlich geplante Radtour musste wegen schlechten Wetters entfallen. Einige besuchten das Tromsø-Museum. Es beinhaltet eine interessante Ausstellung über die Polarforschung und die Kultur der Samen. Das Polarmuseum „Polaris“ mit seiner ungewöhnlichen Architektur war aufschlussreich und gefiel mir besser.

Am frühen Nachmittag erfolgte die letzte Kochaktion. Skipper Achim schwenkte noch einmal den Kochlöffel. Eine Kokussuppe mit Krabben, Thunfischsalat mit Kapernfrüchten, Spaghetti mit zweierlei Soßen - sehr gut, wie immer.

Danach folgte das obligatorische „rein Schiff“ - alle wirkten im Intensiveinsatz. Vom Deck bis in die Kojen wurde jede Ecke gesäubert. Unsere Nachfolger sind zu beneiden.

Hans-Peter
Museum „Polaris“

Museum „Polaris“