Zugegeben, bei einer Wettervorhersage für den 28. September mit E bis NE Windstärke 7
bis 8, vereinzelt schwere Sturmböen,
See 2,5 m hatte ich es sehon bereut, in dieser Jahreszeit einen Tom
übernommen zu haben. Das blieb so, als wir in Laboe die Stege ca. einen halben
Meter unter Wasser fanden und die am Schwimmsteg draußen liegende ANITA nur per
Beiboot erreichen konnten.
Der Rest der Reise ist dann kurz berichtet:
Am 1 .Segeltag NE 4-5Bf. Ablegen gegen 11.00 Uhr mit Ziel Insel Als in Dänemark.
Zunächst am Wind, später nach Winddrehung auf E
mit abnehmender Stärke bequemes Segeln. Zwischenzeitlich lässt sieh sogar die Sonne kurz
blicken. Die noch immer stehende Dünung lässt
trotzdem einige Gesichter etwas blass erscheinen, sogar den Sekt zum 2.Frühstück
verschmähen sie. So erreichen wir bei einbrechender
Dunkdheil den Stadthafen von Sonderborg und machen längsseits der "Regina
Maris" fest.

Am Sonntag ist die erste Öffnung der Alsensundbrüeke zu kurz. Wir müssen noch ein paar
Kringel vor der reizvollen Häuserkulisse des
dänischen Städtchens drehen, bis uns um 10.25 Uhr der Weg in den Alssund frei
gegeben wird. Der seit dem Morgen wehende West nimmt
zu und spielt mit uns im engen Sund bis er uns im Alsfjord zur Kreuz zwingt. Bei glattem
Wasser erreichen wir schnell Nordborg LF; und rauschen
bei 5 bis zeitweise 6 Bf. raumschots mit manchmal mehr als 10 Knoten im Kleinen Belt nach
Süden. So geht es weiter mit inzwischen einem Reff
im Groß bis in die Kieler Förde, Gegen 19.30 Uhr sind wir fest an unserem Steg in Laboe.
Am 1. Oktober ist Eckernfördc unser Ziel, ein leichter SW bringt uns in knapp 6
Stunden in den Stadthafen, Wieder machen wir längsseits
eines Seglers fest. Nach kurzem Landgang und einem köstlichen Mittagessen an Bord machen
wir uns auf die Heimreise. Der Wind ist jetzt
geringer. Zeitweise setzen wir den Spi, den wir bei Anbruch der Dunkelheit bergen. Am
Eingang der Kieler Förde müssen wir das Beiboot zur Hilfe nehmen. Der Mond gibt
uns ausreichende Sicht, die Fahrwassertonncn sind jetzt viel besser auszumachen als am Tag.
So erreichen wir Laboe kurz nach 22.00 Uhr.

Die hinter uns liegenden Segeliagc feiern wir mit einer Mitternachtsparty an Deck. Am
nächsten Tag stellte sieh heraus, dass wir ohnehin nicht viel Schlaf gebraucht hätten.
Die Wettervorhersage beschert uns NW -NO1 Bf. Tatsächlich ändert sich die
Situation den ganzen Tag über nicht. Auslaufen
lohnt wirklich nicht. Der Strand und die Straßenkaffees von Laboe sind fast wie
im Sommer belebt. Wir müssen die spiegelglatte Ostsee von einem
Strandspaziergang aus genießen.
So endet dieser Schnuppertörn nach 149 gesegelten Meilen. Die Crew hat noch
einmal traumhaft schönes Segeln mit unserer ANITA erlebt.
Die Crew: Henning Fiegel, Inge Fischer-Schrniti, Klaus Kühne, Markus Kopsan.
Peter Meyer, Christian Mertens, Elke Trappmann, Bettina Zehrt Co-Skippcr Martin
Lutz und Peter Fiegel. (Zeitweise Angela und Klaus Lorck)